Kindergeburtstag – Piratenparty

Der kleine Große ist vier Jahre alt geworden und hatte fiese Strepptokokken. Das Fieber wollte trotz Antibiotikum über Tage nicht runter gehen, so dass wir den geplanten Kindergeburtstag leider verschieben mußten. Die Einladungen hatten wir aus Packpapier gebastelt. Ich hatte ihm Rechtecke aufgezeichnet, die er ausgeschnitten hat. Anschließend habe ich auf der einen Seite eine Schatzkarte und auf der Rückseite den Einladungstext gemalt/geschrieben. Aufgerollt wurden sie dann im Kindergarten verteilt. Es war unser erster Kindergeburtstag und wir hatten uns zu der Regel „ich-darf-soviel-Kinder-einladen-wie-ich-alt-werde“ entschieden.

Nun war also endlich der Ersatztermin gekommen und die Piratenparty konnte starten. Alle Kinder waren tatsächlich gesund und so waren wir zusammen 5 Kinder. Nachdem alle Kinder eingetrudelt waren und alle Geschenke aufgerissen wurden (es waren wirklich tolle Geschenke, sogar ein selbst gebasteltes Piratenboot als Verpackung und ein Betonkuchen mit Kerze!) gab es Kuchen. Einen Piratenschiffkuchen aus Sandkuchen und einen gedeckten Apfelkuchen zum „Kaffee“. Ich hatte einfach zwei Kastenformen Sandkuchen gebacken. Der eine war das Grundgerüst für das Schiff, der andere diente nur noch als Material für die Aufbauten. Nachdem alles mit Kuvertüre bestrichen war, sah es aus wie ein Stück. Die Kinder waren wenig begeistert von dem Geschmack des Kuchens, als mehr von den „Deko“-Goldtalern auf dem Tisch. Naja, nicht schlimm, ich hatte kein Vanillearoma sondern nur Vanillezucker benutzt, deswegen war er etwas fad. Im Laufe des nachmittags sollten sie noch genug Süßes futtern :).DSC00085 DSC00082

Die Hauptaktion des nachmittags sollte eine kleine Schatzsuche sein. Wir hatten einen Mini-Parcours aufgebaut. Dieser bestand aus einem Meer mit Haien (blaue Mülltüten aufgeschnitten, Haiflossen aus zwei Lagen Papier zusammengeklebt und unten die kleinen Ständer abgeknickt und durch das Plastik geschoben, hielt super), einem mit Crepband aufgeklebtem Piratenschiff und einer Schatzinsel (Gummimatte). Man sollte sich nun mit einem an der Decke befestigtem Seil vom Land auf das Schiff schwingen, und von dort über eine Planke auf die Insel gelangen. Dort durften die Kinder dann abwechselnd in einer mit Sand gefüllten Wanne nach Schätzen suchen. Für jeden gab es eine Gummibärchentüte, Maoam, ein Knicklicht, einen Stempel und Goldtaler zu finden. Um die Schätze verstauen zu können hatte jedes Kind eine kleine Papiertüte. Da die Schatzinsel die Matte war, konnte der meißte verteilte Sand danach inklusive Matte einfach auf die Terasse befördert werden und wir mußten nicht zwischendurch den Staubsauger auspacken :). Es war ein großer Spaß, wobei es fast ein bisschen lang war, weil die Stempel so klein waren, dass sie schwer zu finden waren. So ließ die Aufmerksamkeit doch bald nach. Vielleicht müßte man das Spiel doch ein wenig anders gestalten.

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Danach spielten die Kinder einfach selbst. Es gab noch ein bischen Kindermusik, wozu die Mädels fröhlich tanzten und die Jungs Duplo gebaut haben :). Zum Abschluß gab es noch das Kindergeburtstagswunschessen: Pommes und Wiener Würstchen. Es wurden aber sogar auch Tomaten, Salatgurken und Kohlrabi gegessen, hätte ich ja fast nicht erwartet. Alle Kinder waren gut drauf und hatten Spaß. Das Geburtstagskind jedoch hatte zwischendurch einen kleinen Zusammenbruch. Es war ihm wohl alles etwas viel, die anderen Kinder wollten mit dem neuen Spielzeug spielen, mit dem er noch gar nicht gespielt hatte… Naja, am Ende hat es aber auch ihm gefallen – hat er gesagt.

Und ich überlege mir, ob wir die nächste Geburtstagsfeier nicht lieber in den Sommer verlegen ;). Drinnen feiern mit so vielen Kindern war doch recht anstrengend ;).

Und noch eine Erkenntnis durfte ich mitnehmen: Es war gut so, dass es nicht geklappt hatte den Kindergeburtstag am eigentlich Geburtstag zu feiern. Morgens Geschenke aufmachen, dann in den Kindergarten, dann schon wieder Geschenke von den Kindern am Nachmittag. Das wäre ein Desaster geworden. So konnte er in Ruhe und erstmal ALLEINE mit seinen neuen Treckern spielen an seinem Geburtstag und die aufregende, schöne aber anstrengende Party war davon abgekoppelt.

 

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